Menschen tragen eine Erdkugel

Apfeltag 2018

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Warum eigentlich einen Apfeltag?
 

Der Apfeltag hat also etwas mit Nostalgie zu tun und Kenntnissen die mehr oder weniger verloren gegangen sind. Heutzutage unterscheidet man nach roten und grünen Äpfeln, macht also die Kaufentscheidung von der Farbe abhängig als ginge es darum, den Apfel zu Hause an die Wand zu hängen. Was für ein Unsinn. Dann kommt noch die Frage ob der Apfel süß oder etwas säuerlich schmeckt und ob er saftig ist und das war es dann auch schon. Keiner fragt nach den Inhaltsstoffen, z.B. nach der Höhe des Vitamin C-Gehalts, der je nach Sorte sehr unterschiedlich hoch ist.

Früher gab es zunächst einmal die Trennung zwischen Tafel- und Wirtschaftsäpfeln, wobei Tafeläpfel besonderes zum Verzehr geeignet waren. Diese wurden dann in Sommer-, Herbst- und Winteräpfel eingeteilt. Klassische Sommeräpfel waren z.B. der Rote Margaretenapfel, der Charlamowky oder der Weiße Klarapfel. Insbesondere bei den Herbst- und Winteräpfeln kam dann noch die Unterscheidung zwischen Pflückreife, Genussreife und Lagerdauer. Einige Äpfel wurden nach der Ernte erst einmal ins Naturlager gebracht bis sie ihren optimalen Geschmack erreichten. Sogenannte Lageräpfel gab es sowohl bei den Tafeläpfeln als auch bei den Wirtschaftsäpfeln. Hier gibt es Apfelsorten, die über eine besonders lange natürliche Lagerfähigkeit verfügen, was manchmal auch aus der Namensbezeichnung hervorgeht, wie "Zwei Jahre dauernder Mutterapfel". Besonders gute Tafeläpfel erhielten auch einen besonderen Namen wie Goldparmäne oder Goldrenette Freiherr von Berlepsch.

Bei den Wirtschaftsäpfel waren es insbesondere sogenannte Küchenäpfel. Auch hier gab es dann die spezielle Bezeichnung wie Altgelds- oder Manks Küchenapfel. Hinter der Bezeichnung steckten verschiedene Verwendungsmöglichkeiten wie besonders geeignet für Apfelmus, als Einkochapfel oder für die Verwendung zum Apfelkuchen. Für Konditoreien und für Omas Apfelkuchen musste es schon ein Dülmener Rosenapfel, ein Jakob Lebel oder ein Schöner aus Boskoop sein. In Lippe wurden laut Aussagen des Gartenmeisters Schumann (Schlossgärtner in Detmold) für Apfelkuchen besonders der Rote Eiserapfel und das Lippische Tiefenblümchen (Lokalbezeichnung für den Doodapfel) geschätzt (Pomologische Monatshefte aus dem Jahre 1897).
Mehr Informationen siehe unter Omas Apfelkuchen lebt wieder auf

Dann gab es Äpfel, die für ein spezielles Kuchenangebot besonders geeignet waren, was wiederum mit einer Namensgebung verbunden wurde, wie der Altländer- und Horneburger Pfannkuchenapfel. Zu den Wirtschaftsäpfel gehörten auch Apfelsorten die besonders für die Herstellung von Apfelsaft, Apfelmost bzw. Apfelcidre und Apfelwein geeignet waren.

Eine weitere Besonderheit stellten die Äpfel und Birnen dar, die zum Dörren verwandt wurden. Im Buch von Heinrich Semler "Die gesammte Obst-Verwerthung" aus dem Jahre 1895 wurden allein 40 Apfelsorten aufgeführt und ein R. Mertens verfasste eigens ein Buch mit dem Titel "Dörrbüchlein für Haushalt und Kleinbetrieb". Die ehemalige Bedeutung von Dörrobst wird auch an einer Exportzahl deutlich. Deutschland exportierte z.B. im Jahre 1880 mehr als 1,2 Millionen kg Dörrobst.

Mehr Informationen siehe Dörren von Äpfeln und Birnen

 

BUND-Lemgo Apfeltage

Apfeltage haben beim BUND Lemgo eine lange Tradition. Angefangen haben wir in der 90er Jahren mit einem Stand in der Mittelstraße in Lemgo. Seit 2013 gibt es jetzt wechselweise einen Apfeltag im Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo und im Wald- und Forstmuseum im Kalletal. In den letzten Jahren kamen jeweils über 1.000 Besucher um die vielfältigen Angebote und Informationen zu nutzen.

Bilder vom Apfeltag

 

  Angebote und Aussteller 2018

   


Präsentation alter Apfelsorten

Über 80 verschiedene alte Apfelsorten können am Apfeltag am Stand probiert werden. Hier gibt es für jeden Geschmack eine besondere Sorte.
Daneben informieren wir auch über die Untersuchungsergebnisse zum Thema Apfelallergie. Seit 2007 sammeln wir beim BUND Lemgo Angaben von betroffenen Apfelallergikern, welche Sorten sie als verträglich und als unverträglich einstufen.
Umfassende Informationen zu alten Obstsorten findet man in der Datenbank des BUND Lemgo www.obstsortendatenbank.de

 

 


 

Omas Apfelkuchen

mit den verschiedensten Varianten und Kaffee werden von Heike Bergmann ehemals Café im Kötterhaus angeboten. Beim Apfelkuchen nimmt sie naürlich die besonders geeigneten Äpfel, die ehemals auch von Oma und Uroma für Apfelkuchen verwandt worden sind, wie z.B. Jakob Lebel, Schöner aus Boskoop, Westfälischer Gülderling usw. Sie stammen natürlich aus unserer Streuobstwiese.

BUND-Mitglied

 

 

 


 

Crepes

Familie Ekkert-Masuch aus Extertal bietet leckere Crepes an. Natürlich auch Varianten mit eigenem Apfelmus. Die Äpfel stammen natürlich aus unserer Streuobstwiese des BUND Lemgo.

 

 

 


   

Apfelstiegen zur Aufbewahrung von Äpfeln

und vieles mehr werden von der Begatalwerkstatt – Lebenhilfe Lemgo angeboten. Die Apfelstiegen wurden vom BUND Lemgo entwickelt. Seit 2005 gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem BUND Lemgo. Inzwischen wurden bereits über 30.000 Apfelstiegen verkauft. Durch die Produktion werden 3 Arbeitsplätze in der Werkstatt gesichert.

 

 


 

 

 

 

     

Infomationen Thema Apfelallergie - Hochschule OWL

Die Abteilung Lebensmitteltechnologie der Hochschule OWL informiert. Sie führen seit Jahren Analysen diverser Apfelsorten durch um den Polyphenolgehalt zu ermitteln, der anzeigt, ob die Apfelsorten für Allergiker verträglich sind oder nicht. Professor Dr. Jürgen Zapp und sein Team sind vor Ort. Apfelallergiker können probieren, ob sie die alten Sorten auch vertragen.

Informationen zum Thema Apfelallergie findet man auch auf der folgenden Internetseite

http://www.bund-lemgo.de/apfelallergie.html

 

 

 


   

BUND Lemgo – Nistkästen

Die Nistkästen werden nach unseren Vorgaben erstellt. Besonderheiten sind dabei der BUND-Höhlennistkasten mit großem Brutraum und das BUND-Futterhaus.

 

 


   

Kalender NaturNahLippe 2018

der FotoAG des BUND Lemgo

Der Kalender kann am Apfeltag erworben werden. Dreizehn beeindruckende Naturaufnahmen, aus allen Regionen Lippes im DIN A3-Format bieten wieder ein breites Spektrum der regionalen Natur ab; ob Landschaft oder Nahaufnahme, für jeden ist etwas dabei.

Mit dem Kalender möchten wir auch wieder aufmerksam machen auf die Notwendigkeit zum Erhalt der einzigartigen Naturvielfalt in Lippe.
Weitere Infos unter: www.bund-lemgo-naturfoto.de

 

   

Bienenhonig

Imkerin Maren Kasschka bietet ihren Honig zum Kauf an. Fragen rund um das Thema Bienenhaltung werden von ihr gerne beantwortet.

BUND-Mitglied

 

 

Obstbaumschule Eikermann

Die Obstbaumschule Eikermann aus Kalletal informiert über das umfassende Sortenangebot mit Schwerpunkt alte Obstsorten. Dazu gehört natürlich auch die Beratung, welche Sorten für welche Böden geeignet sind, was bei Pflanzung und Pflege zu beachten ist.

BUND-Mitglied

 

 

Wilde Früchte

„Wilde Früchte“ ist eine Manufaktur, die heimisches Wildobst und wildwachsende Blüten zu geschmacklich raffinierten und unwiderstehlichen Fruchtaufstrichen, Gelees und Sirup verarbeitet. 

Anke Kleymann aus Lage bietet ihre vielfältigen Produkte an.

BUND-Mitglied

 

 

Coffee-Bike

Michael Szage aus Lemgo ist mit seinem Coffee-Bike dabei. Auf einem speziellen Lastenfahrt wurde eine Kaffeebar gebaut. Neben vielen erlesenen Kaffeevatianten gibt es auch Erfrischungsgetränke. Alle Produkte werden in BIO-Qualität angeboten.

BUND-Mitglied

 

 

Nudelmanufaktur

Die Nudelmanufaktur von Volker Wehrmann aus Detmold bietet vielfältige Köstlichkeiten aus eigener Herstellung an. Eingekauft werden die Zutaten möglichst von BIO-Anbietern aus der Region. Im Angebot sind leckere Pasta-Gerichte und gefüllte Nudelspezialitäten die man auch mit nach Hause nehmen kann.

Eigens für den Apfeltag werden kulinarische Köstlichkeiten mit Äpfeln aus der Streuobstwiese des BUND Lemgo angeboten.

BUND-Mitglied - Internetbericht zu Volker Wehrmann

 

 

 

 

 

 

 

  Foto © brink-medien

Alles Käse

Erlesene Käsesorten und BIO-Käse vom Käsespezialisten

Frank Poddey hat sich in Lippe mit seinen erlesenen Käsesorten einen Namen gemacht. Immer wieder sind es neue Käsesorten aus kleinen Betrieben die er seinen Kunden anbietet. Somit trägt auch er zum Erhalt einer bäuerlichen Landwirtschaft bei.

BUND-Mitglied - Internetbericht zu Frank Poddey

 

 

Prokukte vom Biolandhof

Karla Ebert vom Biolandhof am Weißen Weg in Lemgo informiert über ihren Biolandbetrieb und bietet Produkte zum Kauf an. U.a. gibt es Schaffelle und weitere Produkte aus Schafwolle.

BUND-Mitglied

 

 

 

 

Natur und Design

Matthias Lang, Blomberg 

Beratung, Planung, Bau und Pflege von Naturgärten,  Beratung , Pflege und Schnitt von Obstbäumen auch Streuobst. Matthias Lang ist Techniker & Meister im Garten- & Landschaftsbau, Zertifizierter Baumkontrolleur, Sachverständiger für das Bestellungsgebiet Garten- & Landschaftsbau


BUND-Mitglied

 

 

BUND-Broschüren

rund um das Thema Garten

 

 


 

 

Bestimmung alter Obstsorten - entfällt

Am Apfeltag können wir in diesem Jahr leider keine Bestimmung anbieten. Da der Apfeltag auf den 8. Oktober verlegt werden musste gab es keinen Pomologen mehr, der zu diesem Zeitpunkt noch für eine Sortenbestimmung zur Verfügung stand. Es bleibt somit nur die Möglichkeit die eigenen Sorten mit unserem Gesamtangebot zu vergleichen.

 


 

 

 

Apfel-Secco

ein besonderes Angebot am Apfeltag

Seit 30 Jahren keltern Jürgen Pfeiffer und Wolfgang Lazar (Firma Pomolo) Obst in der südlichen Wetterau. Verarbeitet werden nur qualitativ hochwertige Früchte aus ausgewählten alten Apfelsorten. Über die Jahre entwickelte sich daraus ein eigenständiger rein biologisch arbeitender Obstbaubetrieb. Zum dritten Mal in Folge wurden ihre Obstweine mit dem "Goldenen Apfel" ausgezeichnet.

www.bad-vilbeler-anzeiger.de

Wir freuen uns, dass die Firma Pomolo in diesem Jahr wieder auf unserem Apfeltag ihre besonderen Obstweine zur Verkostung und zum Kauf anbietet. Link Pomolo

 


 

 

Apfel-Punsch

Wir präsentieren alkoholfreien Apfelpunsch.

Basis unser Streuobstwiesenapfelsaft. Hier werden mindestens 10 verschiedene ausgewählte Apfelsorten zu einem naturtrüben Direktsaft verarbeitet. Da keine Spritz- und Düngemittel in der Obstwiese eingesetzt werden gibt es einen Apfelsaft in BIO-Qualität.

Für den Apfelpunsch wird Streuobstwiesenapfelsaft mit BIO-Gewürzen verfeinert. Somit kann man am Apfeltag einen besonderen Apfelpunsch genießen.

 


 

                   

 

Sonstige Apfeltage

Hessische Pomologentage 2017 - 28. und 29. Oktober 2017