Menschen tragen eine Erdkugel

Fledermausschutz

Fledermäuse sind faszinierende Tiere. Die aktiv fliegenden Säugetiere können sich in völliger Dunkelheit durch ihr Echoortungssystem orientieren und Insekten jagen. Sie wohnen in Höhlen, Felsspalten, in Dachräumen von Wohnhäusern, Kirchen  und sonstigen Bauten, hinter Fassadenbekleidungen, in Höhlen von alten Bäumen und im dichten Efeu von Häusern und Bäumen.

 

Braunes Langohr – Foto Christian Giese Wasserfledermaus – Foto Christian Giese

 

Gefährdung der Fledermäuse

Fledermäuse gehören zu den bedrohtesten Tierarten in Deutschland. Von den bundesweit 23 vorkommenden Fledermausarten, stehen fast alle auf der "Roten Liste". Gründe dafür sind:

  • Verringerung der Nahrung (Insekten) durch Pestizideinsatz
  • Kontakt mit giftigen Holzschutzmitteln bei Dachsanierungen
  • Vernichtung wichtiger Nahrungsräume (z. B. Weideflächen, Hecken, Streuobstwiesen und Alleen)
  • Zerstörung von Baumquartieren
  • Verschließung von Gebäudequartieren und Höhlen für die Überwinterung und die Wochenstuben
  • Straßenbau (zerschneidet Lebensräume und Autoverkehr führt zu Kollisionen mit Todesfolge)
Breitflügelfledermaus – Foto Christian Giese Zwergfledermaus – Foto Christian Giese

Dank an dieser Stelle an Christian Giese für die Bereitstellung der Fotos.

Warum Fledermäuse schützen?

Viele Schadinsekten sind nachtaktiv. Wenn man ein ökologisches Gleichgewicht schaffen möchte sind wir auf deren Hilfe angewiesen. So gehört zum Beispiel der Apfelwickler zu den Nachfaltern. Wer nicht möchte, dass viele seiner Äpfel vom Apfelwickler befallen werden sollte dafür sorgen, dass in der Obstwiese viele Fledermäuse aktiv sind.

Lebensräume erhalten

Der beste Schutz für Fledermäuse ist der Erhalt ihrer Lebensräume mit den natürlichen Nistquartieren und einem guten Nahrungsangebot in Form von Insekten. Beim BUND Lemgo tragen wir zum Schutz der Fledermäuse durch Kauf, Anpachtung und Pflege von Streuobstwiesen, Brachflächen und Feuchtwiesen bei. Totholzbäume und alte Bäume mit natürlichen Baumhöhlen werden erhalten. Dazu bringen wir noch Fledermausnisthilfen an.

Künstliche Nisthilfen

Neben dem Erhalt des Lebensraumes hat sich die Anbringung von Fledermauskästen bewährt. An geeigneten Standorten im Raum Lemgo bringen wir die künstlichen Hilfen an. Wer Interesse hat das Projekt in Lemgo zu unterstützen oder in seinem Haus oder hohen Bäumen Fledermauskästen anbringen und betreuen möchte kann sich bei uns melden. Die ideale Aufhanghöhe beträgt 3 m bis 5 m. Wichtig ist dabei, dass die Kästen frei angeflogen werden können.

 

Fledermausnistkästen in
unserer Streuobswiese
am Lindenhaus

Abendsegler in einem Nistkasten

Fledermauskasten

für eine Wandbefestigung*)

Hier wurde eine Fledermausfassadenröhre eingebaut

Statt eines Fledermauskastens ist eine Wandvertäfelung eine preiswerte Alternative

Die Maße können individuell angepasst werden

*) Wir haben mit der Firma Naturschutzprodukte Freund sehr günstige Konditionen für die Bestellung von Fledermauskästen vereinbart. Download Bestellvordruck

Alternative hier eine Bauanleitung =  Bauanleitung-Fledermauskasten.pdf

Interessenten aus dem Raum Lemgo können die Nistkästen auch beim BUND Lemgo direkt möglich. Anfrage über Email

Für Sammelbestellungen von BUND-Gruppen gibt es Sondertarife. Anfrage an BUND Lemgo richten.

 

Nisthilfen an Gebäuden

Nisthilfen kann man beim Neubau eines Hauses schon integrieren oder auch nachträglich anbringen. Hier finden Sie weitere Information des BUND zu Nisthilfen an Gebäuden

 

Weitere Informationen zum Fledermausschutz

findet man auch unter:
::: Fledermausschutz.de
::: Bund.net
::: Bund-nrw.de

::: http://all-about-bats.de/dversand/iartikel.htm

::: http://de.wikipedia.org/wiki/Flederm%C3%A4use

Filme zum Fledermausschutz – Arte –
::: youtube.com
::: youtube.com
::: youtube.com