Menschen tragen eine Erdkugel

Trinkwasser - ein kostbares Gut

   

Ein ständig tropfender Wasserhahn vergeudet jährlich über 6000 Liter wertvolles Trinkwasser. Mit einem unscheinbaren Dauerrieseln im WC rauschen in der gleichen Zeit ganze 35 000 Liter durch den Lokus. Dies kann die Haushaltskasse - je nach regionalen Trinkwasser- und Abwassergebühren - gleich mit mehreren hundert Euro belasten.

Wasser ist ein knappes Gut, die Vorräte sind nicht unbegrenzt und trotz aller Sparappelle gehen viele Bundesbürger nach wie vor viel zu sorglos damit um. Schließlich läuft Wasser ja auf Knopfdruck zu jeder Tages- und Nachtzeit aus dem Hahn.

Der durchschnittliche Wasserverbrauch beträgt pro Tag und Einwohner in Deutschland:
Blauer Balken, der die Menge zeigt Duschen, Baden, Körperpflege, ca. 46 Liter
Blauer Balken, der die Menge zeigt Toilettenspülung, ca. 35 Liter
Blauer Balken, der die Menge zeigt Wäschewaschen, ca. 15 Liter
Blauer Balken, der die Menge zeigt Putzen, Autopflege und Garten, ca. 8 Liter
Blauer Balken, der die Menge zeigt Geschirrspülen, ca. 8 Liter
Blauer Balken, der die Menge zeigt Trinken und Kochen, ca. 5 Liter
  Unsere Bitte, beginnen Sie schon jetzt mit einer persönlichen Sparpolitik. Und die könnte schon früh morgens nach dem Aufstehen mit folgenden Tipps gestartet werden: Bewusst den Wasserhahn abdrehen, wenn man sich die Zähne putzt. Auch das Einseifen unter der Dusche muss nicht endlos in die Länge gedehnt werden. Drei Minuten Abbrausen dürften reichen, ohne auf Komfort bei der Morgentoilette verzichten zu müssen. Wer sich einmal bewusst mit der "richtigen" Wassernutzung beschäftigt hat, wird ein tägliches Vollbad schnell als puren Luxus betrachten. Je nach Wannengröße werden fürs ausgiebige Plantschen im Handumdrehen 100 bis 200 Liter Wasser gebraucht. Beim Duschen rinnt höchstens ein Drittel dieser Menge durch den Abfluss. Auch in der Küche könnten viele Verbraucher eine ganze Menge einsparen: Werden Salat, Gemüse und schmutzige Teller bewusst nicht wie gewohnt unter fließendem Nass gewaschen, kann der Wasserverbrauch im Haushalt spürbar heruntergefahren werden. Spül- oder Waschmaschinen sollten nur voll beladen arbeiten. Speisereste und Küchenabfälle gehören nicht in die Toilette, also ins Abwasser gekippt.

Defekte Dichtungen sollten umgehend ausgetauscht und möglichst durch Nachfolger aus Keramik ersetzt werden. Der nachträgliche Einbau von so genannten Durchflussbegrenzern bei fast allen Dusch-, Brause-, Wasch- und sonstigen Trinkwasserentnahmestellen wird sich auszahlen. Auch Stopp-Tasten für Toiletten können sinnlosen Wasserstrom drosseln. Spülkästen der neuen Generation haben die Unterbrechertaste schon automatisch eingebaut.

Ein Drittel des Trinkwasserverbrauches im Haushalt wird in der Toilette hinuntergespült! Dabei kann man gerade hier viel Wasser sparen, ohne auf die notwendige Hygiene verzichten zu müssen. Rüsten Sie deshalb Ihre Toiletten mit einem Sparspüler aus. Ein herkömmlicher Spülkasten lässt 9 Liter Wasser durchrauschen.Ein Sparspülkasten nur 6 Liter und ein Spülkasten mit Spartaste wahlweise nur 3 Liter.

Täglicher Wasserverbrauch eines 4-Personen-Haushaltes für die Toilettenspülung:

 
Blauer Balken, der die Menge zeigt 9-Liter-Spülkasten, 180 Liter, 20 Spülungen
Blauer Balken, der die Menge zeigt 6-Liter-Sparspülkasten, 120 Liter, 20 Spülungen
Blauer Balken, der die Menge zeigt 6-Liter-Spülkasten plus Spartaste, 72 Liter, 4 normale und 16 kurze Spülungen
Auch die Anschaffung von simplen Regentonnen für den Garten kann eine Menge kostbares Trinkwasser bester Qualität sparen. Zudem ist abgestandenes Wasser zur Pflanzen- und Rasenpflege viel besser geeignet. Regenwasser aus der Tonne erspart zudem die Abwassergebühren. Mit einer Regenwassernutzungsanlage kann sogar die Toilettenspülung und die Waschmaschine betrieben werden. Hier sollten Sie sich erkundigen, ob die Anlage nicht sogar finanziell gefördert wird.  


Bei der Neuanschaffung von Haushaltsgeräten sollte man auf den Strom- und Wasserverbrauch achten. Der BUND bietet hierzu die aktuellsten Informationen:

http://www.bund-hessen.de/aktiv_werden/selbermachen/strom_sparen/

Weitere Informationen zum Thema können bei der Ortsgruppe angefordert werden. Dazu gibt es ergänzende Informationen als Download:

  1. Bundesstatistik Öffentliche Wasserversorgung
  2. BUND – Umfrageergebnis zur Entwicklung des Trinkwasserverbrauchs