Menschen tragen eine Erdkugel

Literatur Alte Obstsorten

Neben den Informationen in der Obstsortendatenbank und den Obstsortenlisten aus historischen Büchern bieten wir hier Informationen zur Obstbauliteraur an.

Teil I Literatur alte Obstsorten

Teil II Historische Berichte zu alten Obstsorten

Der Teil II enthält Informationen zur Herkunft alter Sorten - insbesondere auch zu wieder aufgefundenen Sorten und besonders interessante Sortengeschichten.

Wer Interesse an antiquarischen Büchern und/oder Reprints zu alten Sortenwerken hat, einfach per Email die Literraturliste anfordern.

 

Schlitt Michael: Sachsen historische Obstsorten

Ostritz 2019

Bezug über: Oberlausitzstiftung

Pomologenverein Hessen - Steffen Kahl & Robert Scheibel:

Erhaltenswerte Obstsorten für Hessen

5te. erweiterte Auflage - Aßlar 2019

Bezug über Pomologenverein

Eckart Brandt: Die Alten Sorten

Die meisten der alten Sorten sind entstanden, als es den ganzen "Segen" des modernen Pflanzenschutzes noch nicht gab. Sie mussten von Haus aus robust, vital und widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge sein. Die Neuzüchtungen kommen dagegen kaum ohne 20 und mehr Spritzeinheiten im Jahr aus.

Das Buch enthält nun auch ein Sortenverzeichnis der beim Boomgardenprojekt angepflanzten Obstbäume. Preis 15,00 €

erweiterte Neuausgabe - Hamburg 2019

Kleiner Filmbeitrag zum Apfelbuch

Bezug über Buchhandel

oder über den Pomologenverein - Link

Eduard Lucas, Johann Georg Conrad Oberdieck

Illustrirtes Handbuch der Obstkunde, Vierter Band: Äpfel

 

Mit 278 Sortenbeschreibungen und dazugehörenden stilistischen Fruchtzeichnungen

Nachdruck der Erstausgabe von 1875 des Pomologen-Verein e.V. 2006, mit einem Geleitwort von Dr. Werner Schuricht, 580 Seiten, 14,5 x 20,5 cm, Hardcover

Bezug über Pomologenverein

Ariane Müller, Dankwart Seipp:

"Norddeutschlands Apfelsorten"

- ein Besitmmungsbuch - Emden 2015 - ISBN 978-3-00-050460-0

Ein wertvolles Bestimmungsbuch in dem auch einige bisher nicht beschriebene Apfelsorten erstmals vorgestellt werden. Insgesamt 149 Apfelsorten sind abgebildet und beschrieben. Besonders wertvoll sind die umfassenden Erläuterungen mit Fotodokumentation zu den Apfelmerkmalen die für eine Bestimmung herangezogen werden. Besonders empfehlenswert.

Bezug auch über Ökowerk Emden - im Moment ausverkauft

„Dat Appel-Bookje – Äpfel in Ostfriesland“

Über 5 Jahre haben Herbert Buss aus Ihlow/ Simonswolde, der im Jahr 2016  leider verstorbene Dr. Hans Schmidt aus Wrisse und Marita Tjarks an der Bestimmung und Beschreibung der regionalen Apfelsorten in Ostfriesland gearbeitet. Insgesamt 24 ostfriesische Sorten wurden zum größten Teil erstmals beschrieben und abgebildet.

Das Buch ist im Buchhandel für 19,80 erhältlich ISBN 978-3-7308-1376-8.

Rosie Sanders - Das Apfelbuch

Bielefeld 2012 - ISBN 978-3-7688-3467-4

Knackige Kunstwerke Von der Ausnahme-Illustratorin Rosie Sanders wird oft gesagt, sie könne die berühmteste Frucht der Welt am besten malen. Für „Das Apfel-Buch“ hat sie zahlreiche alte und neue Apfelsorten, die nicht nur aus ihrer Heimat stammen, künstlerisch dokumentiert. Das Ergebnis sind die hier gezeigten 144 naturgetreuen Aquarelle, die die Früchte zum Greifen nah erscheinen lassen. Dabei präsentiert sie jeden Apfel mit Blüte, Zweig und Blatt und stellt die Sorte in einem ausführlichen Porträt vor, aus dem Form, Farbe, Geschmack, Duft und Genussreife hervorgehen. Gleichzeitig erfährt der Leser immer etwas aus der Geschichte jeder Apfelsorte. Zeichnungen der Längsschnitte runden das informative Buch ab, das jeden botanisch interessierten Betrachter beeindruckt.

 

Silbereisen, Götz, Hartmann - Obstsortenatlas

Verlag Eugen Ulmer - 2te Aufl. 1996 - ISBN-10: 3-8001-5537-0

In diesem prachtvollen, 1989 erstmals erschienenen Werk sind die hierzulande wichtigen, aus guten Gründen beliebten und verbreiteten Obstsorten in fachkundigen Beschreibungen und mustergültigen Abbildungen umfassend dargestellt. Die anschauliche Verbindung von exakt beschreibenden Texten, vielfach mit Angabe der physikalischen und chemischen Messwerte der Früchte, sortentypischen Farbfotos und naturgetreuen Zeichnungen ermöglicht in idealer Weise den Sortenvergleich, die Sortenwahl und vor allem die Sortenerkennung. Der Inhalt wurde intensiv überarbeitet, aktualisiert, durch eine Reihe von Beerenobst-, Steinobst- und Apfelsorten ergänzt und mit vielen weiteren Informationen versehen. Besonders erwähnenswert sind einige Zusammenstellungen von empfehlenswerten Tafeläpfel-Sorten für den Hausgarten oder von landschaftsprägenden Apfel- und Birnensorten mit ihren wichtigsten Merkmalen und Eigenschaften.

 

Gerhard Friedrich, Herbert Petzold - Handbuch Obstsorten

Verlag Eugen Ulmer - 2008 - ISBN-13: 9783800148530

Von Apfel bis Tafeltraube. 300 Sortenbeschreibungen der unterschiedlichsten in Deutschland angebauten Obstsorten in Wort und Bild. Eine wichtige Voraussetzung im Obstbau ist bei allen Obstarten die Wahl der für den jeweiligen Standort geeigneten Sorten. Die fundierten Kenntnisse dazu vermittelt das vorliegende Buch. Vorgestellt werden Kern und Steinobst, Beerenobst sowie Nüsse und Tafeltrauben. Zu allen vorgestellten Sorten geben die Autoren detaillierte Beschreibungen von Baum, Blüte und Frucht, Aussagen zum Blüh- und Ertragsverhalten sowie konkrete Anbauhinweise. Naturgetreue Aquarelle machen das Buch zu einer Augenweide.

Hans-Joachim Bannier, Annette Braun-Lüllemann

Alte Süßkirschensorten - Genetische Vielfalt in den Kirschanbaugebieten Hagen am Teutoburger Wald und Witzenhausen

472 Seiten, 29,7 x 21,0 cm, Din A4, Broschur, ISBN 978-3-943198-05-8

In Hagen am Teutoburger Wald wurden ca. 400, in Witzenhausen 600 Bäume mit insgesamt 68 alten Süßkirschensorten untersucht.

Das Sortenwerk enthält neben den Beschreibungen mit vierfarbigen Frucht-, Fruchtstein-, Baum- und Blütenfotos auch eine detaillierte Anleitung zur Sortenbestimmung, eine Zusammenfassung der Projektergebnisse sowie einen kurzen geschichtlichen Abriss der Kirschpomologie.

Bezug über Pomologenverein

Dieter Grill, Herbert Keppel - Alte Apfel- und Birnensorten für den Streuobstbau

2te Auflage 2008 - ISBN-13: 9783702010874

Alte Apfel- und Birnensorten mit ihren prachtvollen, hochstämmigen Baumformen liegen wieder im Trend: In Hof und Garten werden sie gerne gepflanzt, aber auch neue, ökologisch hochwertige Streuobstwiesen entstehen und liefern ohne intensive Pflege- und Schutzmaßnahmen gesundes und ursprünglich schmeckendes Obst.
80 Apfel- und 35 Birnenarten im Porträt: Fotos von Früchten, Blüte und Blatt erlauben eine sichere Sortenbestimmung. Die Abbildungen zeigen die verschiedenen Varianten und Ausfärbungen,
die die Früchte ein und derselben Sorte aufweisen können Streuobstwiese
Die Streuobstwiese als Lebensraum Eigenschaften alter Landrassen Bedeutung der Inhaltsstoffe von Früchten für die Gesundheit Schädigungen an Früchten und Erkrankungen von Obst, Blatt und Baum Die meisten der beschriebenen Sorten sind im ganzen süddeutsch-österreichischen
Raum verbreitet, 10 bis 15 % sind regionale Spezialitäten aus dem südöstlichen
Alpenraum.

Hrsg. Stiftung Ravensberg

Alte Obstsorten - neu entdeckt für Westfalen und Lippe

3. Auflage 2008 - Bezug über BUND Lemgo - Schriftenverzeichnis

"Alte Obstsorten - neu entdeckt für Westfalen und Lippe" ist der Titel einer sehr informativen Broschüre für alle, die Obstbäume auf der Wiese oder im Garten haben oder eine Pflanzung planen. Sie finden hier ausführliche Sortenbeschreibungen, Tipps zur Pflanzung, Hinweise zur Minimalpflege, Maschinen zur Streuobsternte usw. Es ist alles drin, was man wissen muss, und gleichzeitig ist der Umfang so komprimiert, dass man den Text noch gerne liest.

 

Hrsg. Pomologenverein Niedersachsen-Bremen

Alte Obstsorten - neu entdeckt - ISBN 987-3-88132-386-4

Der Pomologenverein Niedersachsen-Bremen vereint in diesem Buch praktische Tipps mit einer Übersicht über alte Obstsorten - von Apfel über Birne und Kirsche bis hin zu Mirabelle und Aprikose. Eine Sektion des Buches ist ganz den regionalen Obstsorten gewidmet, eine weitere listet nützliche Adressen auf, die dem interessierten Obstwiesenbesitzer oder Hobbygärtner auf dem Weg zu einer ausgewogenen Streuobstwiese helfen können.

Verband der Gartenbauvereine Saarland-Pfalz e.V./Thomas Bosch

Rambur, Renette, Rotbirn

Schmelz 2006

Eine Bestandsaufnahme der Apfel- und Birnensorten im Saarland und der Westpfalz: Häufigkeit, Verbreitung und Anbaubedeutung - Unbekannte und verschollene Sorten - Obstsortenbestimmung - Beschreibung regionaltypischer Apfel- und Birnensorten - Sortenempfehlungen

Bezug über Buchzentrum Natur

Groh Wilhelm - Anleitung zur Beschreibung und Bestimmung von Apfelsorten

Teil 1 Anleitung zur Beschreibung und Bestimmung

Teil 2 Die wichtigsten Apfelsorten und ihre Merkmale

Reprint BUND Lemgo 2008 - Bezug über BUND Lemgo - Schriftenverzeichnis

Von vielen Pomologen empfohlene Einführung in die Bestimmung von Apfelsorten. Im Teil 2 werden anhand der Erkennungsmerkmale wichtige Apfelsorten beschrieben. Dadurch lernt man schneller worauf es bei der Sortenbestimmung ankommt.

Edwin Balling, Wolfgang Subal - Äpfel und Birnen in Franken

3te Auflage - Würzburg 2018

Basierend auf der Sortenkartierung des Landkreises Würzburges werden in diesem Buch 111 Kernobstsorten, davon 79 Apfel- und 32 Birnensorten mit einem Bild und Text beschrieben. Die Ergebnisse der Sortenkartierung sowie Sortenempfehlungen sind tabellarisch aufgeführt. 3. stark überarbeitete Auflage

Bezug über Landratsamt Würzburg

Teil II Historische Berichte zu alten Obstsorten

Pfirsichsorte Wassenberger Sämling

Der Wassenberger Sämling ist eine Lokalsorte, die ehemals von einer Vielzahl von Obstbauern in der Stadt Wassenberg und dem Umland angebaut wurde. Sie ist eine Tafelfrucht und eine vorzügliche Einmachfrucht. Durch einen Bericht im Erfurter Führer aus dem Jahre 1937 erlangte die Sorte aber einen deutschlandweiten Bekanntheitsgrad (Abbildung rechts - zur Vergrößerung anklicken).

Sie wird als "kernecht" bezeichnet, was beduetet, dass man aus dem Kern Bäume nachziehen kann. Die Bezeichnung "kernecht" ist allerdings falsch, weil es sich bei Pfirsichen um Steinobst handelt. Da Pfirsichblüten auch durch andere Pfirsichsorten bestäubt werden können haben Obstbauern und Obstbaumschulen schon früh darauf geachtet, dass die Sorte über Edelreiser (Okulierung) vermehrt wurde.

Historie

Lange wurde geglaubt, dass die Sorte um 1914 vom Gärtner des Schlosses Elsum aufgefunden wurde.

Download Bericht 1952 und 1953

Ein Bericht des Baumschulinhabers Albert Abentdroth in der Zeitschrift "Der Lehrmeister im Garten und Kleintierhof" aus dem Jahre 1926 zeigt aber, dass die Pfirsichsorte bereits etwa Mitte des 19ten Jahrhunderts in Wassenberg vorhanden war. Der Name des Züchters ist leider unbekannt.

Downlaod Bericht 1926

  

http://www.obstsortendatenbank.de/wassenberger_saemling.htm

Apfelsorte Gravensteiner

Die vermutlich aus Italien stammende Sorte Gravensteiner gehört zu den in ganz Europa verbreiten Apfelsorten. Sie wird bei fast allen Pomologen beschrieben. Eine erste Beschreibung mit farbiger Abbildung gibt es bei Sickler im Jahr 1804.

Download Bericht Sickler

In Deutschlands Obstsorten (s. Abb.rechts) wurde er ebenso aufgenommen.

Im Laufe der Jahre entstanden viele Abarten, u.a. Roter Gravensteiner, Gravensteiner aus Arreskop, Gravensteiner aus Gundestrup, Gravensteiner aus Taarnborg, Naundorfer Gravensteiner usw.

Historie

1890 veröffentlichte der Handelsgärtner A. D. Livoni einen Bericht "Über den Gravensteiner Apfel" wie er aus Italien zu Beginn des 18ten Jahrhunderts nach Dänemark in den Garten des Schlosses Gravenstein gekommen ist. Er wurde zunächst Grevens Aeble (des Grafen Apfel) genannt. 1933 wurde der Bericht von Livoni noch einmal in der Nordschlesischen Zeitung veröffentlicht.

Download Bericht Nordschlesische Zeitung

In der Obstsortendatenbank gibt es zur Sorte weitere Abbildungen und Beschreibungen

  

http://www.obstsortendatenbank.de/gravensteiner.htm

Apfelsorte Eifeler Rambur - Winterrambur

Der Eifeler Rambur gehört zu den Apfelsorten die besonders robust sind, selbst in Hochlagen gut gedeihen und für Streuobstwiesen besonders zu empfehlen sind. Der Apfel ist sowohl Tafel- wie Wirtschaftsapfel und gehört zu den Sorten, die von Apfelallergikern meist problemlos vertragen werden.

Historie

Lange vermutete man, dass die Sorte um 1940 irgendwo in der Eifel entstanden sei. Genaue Herkunftsangaben fehlten. Erst mit der Digitalisierung der pomologischen Monatshefte kam dann die Information, dass die alte Sorte Winterrambur im Jahre 1904 in Eifeler Rambur umbenannt wurde "Eine sehr nötige Umbenennung".

Bericht PM zur Umbenennung

Dadurch wurde bekannt, dass die Sorte aus dem 18ten Jahrhundert stammt. Die genaue Herkunft ist unbe­kannt. Beschrieben wurde der Apfel schon 1768 vom franzö­si­schen Botani­ker Henri Louis Duhamel du Monceau als Winter­ram­bur (Rambour d'hiver).

Sortenbeschreibung bei Duhamel

In der Obstsortendatenbank gibt es zur Sorte weitere Abbildungen und Beschreibungen

 

http://www.obstsortendatenbank.de/eifeler_rambur.htm

Apfelsorte Sertürners Renette

Die Apfelsorte Sertürners Renette gehört zu den alten Apfelsorten, die noch Anfang des Jahres 2000 als verschollen galten. Erst durch einen Suchaufruf des BUND Lemgo in der Hamelner Presse, dem Ursprungsort der Sorte, gelang es die Sorte wieder ausfindig zu machen. Die Ururenkelin des Apothekers Friedrich Wilhelm Adam Sertürner aus Hameln, Wernhera Peters, hatte durch Veredlung vor der Rodung des Ursprungbaumes im Apothekergarten die Sorte gerettet.

Friedrich Wilhelm Adam Sertürner war Apothker und Chemiker erlangte Berühmtheit als Entdecker des Morhins.

Link Wikipedia

Ein erster nachgezogener Baum konnte 2010 in der Streuobstwiese des BUND Lemgo gepflanzt werden. Wenig später wurden dann auch in Hameln 3 Bäume der Sorte angepflanzt. Inzwischen wird die Sorte auch von Baumschulen wieder zum Kauf angeboten.

Pressebericht Pflanzung Lemgo Journal

Pressebericht Pflanzung Hamelner Nachrichten

Baumschule mit Sertürners Renette

Historie

Der Ursprungsbaum wuchs im Garten des Apthekers Sertürner in Hameln. Ob es sich um eine Züchtung oder einen Zufallssämling handelt ist nicht bekannt. Erstmals beschrieben wurde die Sorte im Band 8 des Illustrierten Handbuches der Obstkunde im Jahre 1875. Dort wird hervorgehoben, dass die Sorte als Tafelfrucht angenehm und schätzbar ist und wegen der reichen Tragbarkeit und der Haltbarkeit bis März empfohlen wird.

Link zur Sortenbeschreibung

Illustriertes Handbuch der Obstkunde

 

http://www.obstsortendatenbank.de/sertuerners_renette.htm