Menschen tragen eine Erdkugel

Tipps zur Eigenkompostierung

 

 

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kompostieren

selbst !

 

 

Die Eigenkompostierung ist die umweltfreundlichste Form der Verwendung organischer Abfälle und gleichzeitig die sinnvollste Art zur Reduzierung des Hausmülls. In vielen Gärten nimmt daher auch die Zahl der Kompostbehälter zu. Doch nicht immer gelingt die organische Abfallverwertung so, wie sich der Hobbygärtner dies vorstellt. Fangen die Abfälle an zu faulen und bilden sich üble Gerüche aus, ist dies ein Zeichen, dass die Materialien entweder zu nass waren oder zu dicht lagern, so dass kein Sauerstoff an das Abfallgemisch gelangen kann. Damit dies erst gar nicht passiert, sollte man darauf achten, dass z. B. Rasenschnitt mit Stroh, Häckselmaterial oder Pappe vermischt wird.

Noch besser ist es, wenn man den Rasenschnitt ein bis zwei Tage zuvor unter einer Hecke etwas anwelken lässt, damit ein Teil der Feuchtigkeit bereits verloren geht. Von Zeit zu Zeit kann dann noch etwas Algen- und/oder Steinmehl beigegeben werden. Diese Zusätze nehmen einen Teil der Feuchtigkeit auf und tragen zu einer Anreicherung mit wichtigen Spurenelementen bei und verhindern eine Geruchsbelästigung.

Auch wenn man Kompostwürmer mit einsetzt, trägt dies dazu bei, dass die Abfälle vermischt werden. Als Grundregel gilt,

je vielseitiger das Kompostmaterial ist, desto besser verläuft der Verrottungsprozess und um so wertvoller ist dann der fertige Humus.

Stinkt der Komposthaufen aber, ist eine Durchlüftung unumgänglich. Hierzu nimmt man einen Belüftungsstab, eine Gabel oder in ganz schlimmen Fällen muss der Komposthaufen umgesetzt werden und dabei wird dann grobes Material zugefügt.

Hilfreich kann auch Häckselmaterial als unterste Basis für den Komposthaufen sein. Auf keinen Fall darf ein Komposthaufen auf Beton, Betonplatten oder in einer Mulde errichtet werden, in die Regenwasser hineinläuft. Lochziegelsteine und ein sandiger Untergrund können Regenwasser besser ableiten. Eine Segeltuchabdeckung verhindert bei Regen eine Vernässung des Kompostmaterials und die Auswaschung der Nährstoffe, sowie bei Sonnenschein die Austrocknung.

Schnell und einfach lassen sich Abfälle auch mit einem Thermokomposter oder einem Regenwurmwanderkompostbeete kompostieren.

Siehe hierzu - Kompostieren mit dem Thermokomposter und Kompostieren mit dem Regenwurmwanderkompostbeet

Weitere Ratschläge enthält unser Info Tipps zur Eigenkompostierung - siehe Informationsmaterial. Info BUND Lemgo

UBA: Kompostfibel

Das Umweltbundesamt (UBA) hat eine Neuauflage seiner Kompostfibel herausgegeben. Auf 32 Seiten werden nützliche Tipps zur fachgerechten Eigenkompostierung von Küchen- und Gartenabfällen aufgezeigt. Download Info

Herbstlaub sinnvoll nutzen - eine Bilddokumentation - Pressebericht

Herbstlaub im Garten Herbstlaub einsammeln - es geht auch ohne Laubsauger Die Natur als Vorbild - Bodenbedeckung und Umwandlung in Humus Laub als Bodenbedeckung im Nutzgarten
Nahrungssuche unter Blättern hier werden Blätter von Regenwürmern zu Humus verarbeitet ein Regenwurm rollt ein Blatt auf und verarbeitet es zu Humus hier hinterlassen Regenwürmer einer optimale Humusstruktur
Laubkompostierung Kompostwürmer wandeln Herbstlaub zu Humus um wertvoller Humus aus dem Thermokomposter ein Laubhaufen als Winterquartier für den Igel

 

Viele Bürger klagen über das anfallende Herbstlaub. Vielerorts kommen lärmende Laubsauger zum Einsatz, die auch noch kostbare Energie verbrauchen. Wir sind allerdings der Auffassung, dass das Laub besonders wertvoll ist und in einem naturnahen Garten genutzt werden sollte und zwar ohne den Einsatz von Laubsaugern. Von der Natur lernen heißt das Motto. Aus jahrhunderter langer Erfahrung zeigt der Mischwald uns wie die Natur das Laub nutzt. So sorgt das Laub für eine ständige Bodenbedeckung und damit für einen Temperaturausgleich und hält die Feuchtigkeit lange im Boden. Kleinstorganismen zersetzen langsam das Laub. Da wäre noch der Regenwurm. Er stellt aus dem Laub innrehalb von einem Jahr wertvollsten Humus her und kleidet damit seine Gänge aus, die zugleich ein Drainagesystem ergeben. So gelangen die Feinwurzeln an den wertvollen Dünger und dieser trägt zur Gesundheit und Widerstandsfähigkeit der Bäume bei.

Diese Erfahrungen sollte man sich im Garten zu Nutze machen. Also das Laub z.B. unter der Hecke ausbreiten und auf den Flächen des Nutzgartens verteilen. Etwas Erdreich darüber streuen, damit der Wind die Blätter nicht gleich wieder wegpustet. Damit die Regenwürmer aber dauerhaft wertvollen Humus produzieren ist eine ständige Bodenbedeckung notwendig. Im Herbst gesammeltes Laub kann hier nach und nach auf den Gartenflächen verteilt werden. Ohne fortlaufenden Nahrungsnachschub wandern die Regenwürmer wieder ab. Ein gesunder, humusreicher Boden sorgt für gesunde und widerstandsfähige Pflanzen und erspart den Kunstdünger. Nicht umsonst bezeichnet man den ausgereiften Kompost (Humus) als das Gold des Gärtners.

Die Fotos zeigen Stationen der Verarbeitung von Laub zu Humus. Hühner und Vögel finden unter dem Laub begehrte Nahrung. Das Regen- und Kompostwürmer wahre Meister bei der Produktion von Humus sind, kann man erkennen. Die Blätter werden zusammengerollt, stehen aufrecht im Garten und werden Stück für Stück verspeist und zurückgelassen werden wertvolle Humushaufen. Das Bild in der Mitte rechts zeigt einen gesunden Gartenboden mit Krümelstruktur. Daran arbeiten Regenwürmer Tag und Nacht.

Auch könnte man das Laub mit etwas Strukturmaterial gut auf den Kompost werfen. In einem naturnahen Garten kann man zudem in einer Ecke auch einen Laubhaufen aufschichten. Dies ist zugleich ein tolles Überwinterungsquartier für den Igel. Wenn also ein Nachbar über das viele Laub klagt, ihm einfach sein Laub abnehmen oder ihm einen guten Ratschlag erteilen, warum Herbstlaub so wertvoll ist. Weitere Informationen zum Igelschutz findet man auf den Internetseiten www.bund-lemgo.de/igelschutz